Identity - Erdem Gündüz, Luca Carboni, Gabriel Da Costa, Naco Paris 2014-06-12 - 2014-06-16
Erdem Gündüz 
The Standing Man vom Taksim-Platz
während der Gezi-Park Prosteste 18.06.2013
by Italo Roninella

01

Luca Carboni & Gabriel Da Costa

04

Erdem Gündüz 
Aus der Tanzperformance Frozen Dreams

02

Naco Paris
Madame Paris 
by Natydred Janvier 2014

05

Luca Carboni & Gabriel Da Costa
Modell für Liveperformance at Werkstattgalerie

03

01

Erdem Gündüz
The Standing Man vom Taksim-Platz
während der Gezi-Park Prosteste 18.06.2013
by Italo Roninella

02

Erdem Gündüz
Aus der Tanzperformance Frozen Dreams

03

Luca Carboni & Gabriel Da Costa
Modell für Liveperformance at Werkstattgalerie

04

Luca Carboni & Gabriel Da Costa

05

Naco Paris
Madame Paris
by Natydred Janvier 2014

IDENTITY

Erdem Gündüz
Luca Carboni & Gabriel Da Costa
Naco Paris

Live-Performances in der Werkstattgalerie

12.-15.06.2014 jeweils ab 20.30

Vernissage: Donnerstag 12.Juni ab 20.30 Uhr


Anlässlich ihres 7 jährigen Bestehens zeigt die Werkstattgalerie an 4 Tagen Liveperformances mit Videoprojektionen um das Thema
Identität: Erkundungen zwischen Individualität und Gesellschaft, Konsum und Protestkultur.
Dieses findet parallel zum 22ten Schöneberger Straßenfest statt, welches in seiner Entwicklung gleichfalls immer wieder Positionen zwischen politischer Protestveranstaltung und massenwirksamer Werbe- bzw. Konsumveranstaltung finden muss.


Anhand von drei Positionen geht die Ausstellung der Frage nach: Wer bin ich eigentlich?

Erdem Gündüz: Wer werde ich in Reaktion auf eine bestimmte Situation?

Erdem Gündüz ist den meisten Menschen als der „Standing Man vom Taksim-Platz“ bekannt, als er die niedergeknüppelten Bürgerproteste um die Umgestaltung des Gezi-Parks in Istanbul im Juni 2013 neu belebte, indem er still verharrend auf dem Platz seinen Protest kundtat und andere inspirierte, gewaltlos weiter zu protestieren. Für seinen couragierten Einsatz erhielt er diesen März die Theodor-Heuss-Medaille in Stuttgart.

Dass ein Tänzer ganz in der Bewegung lebt, ist eigentlich selbstverständlich:
Erdem Gündüz erfährt und versteht aber Bewegung so als den Ausdruck
bestimmter Energien, dass er uns diese miterleben und begreifen lässt.
Als er reglos Stunden auf dem Taksim-Platz stand, ging von ihm in den
Istanbuler Protesten die Energie des stillen Standhaltens aus.
Die Technik eines ehemaligen Umspannwerks macht er jetzt zu einer
Metapher für seine Verwandlungen von Energien in die Lebensgesten
seines Tanzes.
Videos von Thomas Büsch & Sabine Küper-Büsch über diese Aktion und seiner aktuellen Inszenierung „Frozen Dreams“ werden zu sehen sein und sollen zur Diskussion um bürgerliches Engagement anregen.


Luca Carboni und Gabriel Da Costa: Was macht der Ansturm der Klischees mit mir?

An nur 4 Tagen werden in den Abendstunden geht das italienische Tänzer- und Choreographenpaar Luca Carboni und Gabriel da Costa aus Bologna in den Räumen der Galerie der Frage der Wirkung von omnipräsenten Bilder- welten auf das Individuum in verschiedenen eigens erarbeiteten Produktionen nach.

Mit Hilfe von Dia - und Videoprojektionen loten die beiden Künstler das Verhältnis zwischen Selbstbildnis und Außenwahrnehmung, zwischen Emanzipation und Gleichschaltung aus, in dem sie mit den Projektionen auf unterschiedliche Weise interagieren. Dazu verwandeln Sie die vorderen Räume in kleine Theaterguckkästen, welche auch von der Straße frei einsichtig sein werden.


Naco Paris: Wer möchte ich auch noch sein?


Der Pariser Underground Modedesigner und Künstler Naco Paris stellt sowohl
Kunstwerke aus, welche das ambivalente Verhältnis zwischen Mode und Konsum hinterfragen und wird darüber hinaus als Kunstfigur Madame Paris Texte und Gedichte von Patti Smith vortragen. Naco Paris wurde bekannt durch seine frechen Graffiti Haute Couture Entwürfe wie etwa die Tasche „Karl-Who?“- welche Karl Lagerfeld sogleich begeistert zu Tausenden orderte. Sein modernes, minimalistisches, mit Punkelementen verknüpftes Design ist ein Weckruf, dem von der Luxusindustrie verordnetem Konsumwahnsinn zu entsagen oder zumindest deren Mechanismen klar zu persifliern.

Das Projekt wird getragen von der Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit

Weitere Förderer: Dieter Rosenkranz, Kai Hensel, Jürgen von Schach, u.a.

Werkstattgalerie | Eisenacher Str. 6 | 10777 Berlin Germany
T: +49.(0)30.689 10 349
info@werkstattgalerie.org


Positions - Ingeborg zu Schleswig-Holstein, Pascual Jordan, Rudolf zur Lippe             05.09.14 um 19 h

P O S I T I O N S

Ingeborg zu Schleswig-Holstein
Pascual Jordan
Rudolf zur Lippe


Vernissage: Freitag, 05. September um 19 Uhr

KUNST & WEIN Rundgang 2014
am 06. September von 12 – 18h

freie Weinverkostung ausgesuchter Jahrgänge vom
Weingut Schloss Proschwitz - Prinz zur Lippe


Positionen abstrakter Erkundungen. Einhalten. Sich und einander fragen, die auf verwandten Wegen sind. Um weiterzugehen. Wohin trägt, was bis hierher geschehen ist?

Malerei, die nicht darstellt und nicht konstruiert, bewegt sich bei der Entstehung jedes einzelnen Bildes in diesen Fragen. Was sich von Augenblick zu Augenblick ereignet zwischen dem Impuls und den Flächen, den Farben, den Pinseln und der Hand, führt erst auf die Wege. Entschiedene Gesten; dann wieder Verhalten in einer Schwebe, die dem zögernd entschlossenen Auge mehr sagt, als der Sinn begreift.

Drei Erkundungen im Abstrakten, die auf sehr verschiedene Weisen die unerwartete Konkretheit von Wirklichkeiten sichtbar machen, die nur mögliche sind. Das Vorgehen ist dabei auch durch gleiche Techniken, die aber ganz unterschiedlich gewendet werden, so verwandt, wie etwa das Laufenlassen der Farben und Schüttungen es bedingen. Immer ist auch im Betrachten zu spüren, dass diese Malereien nur aus den freien Bewegungen des ganzen Körpers im Rhythmus der Gesten leben können.



Werkstattgalerie
Eisenacher Str. 6
D-10777 Berlin
info@werkstattgalerie.org
T +49. 30.689 10 349
Di- Fr 12-19h, Sa 12-16h zur BERLIN ART WEEK bis 20h


Rudolf zur Lippe in Fes 2014-04-10